Die schwierigste Sprache für Deutsche?

Wenn Deutsche eine neue Sprache lernen, fällt ihnen manches leicht – besonders wenn es um andere germanische oder romanische Sprachen wie Englisch, Niederländisch oder Französisch geht. Doch es gibt auch Sprachen, die selbst für sprachbegabte Deutsche eine echte Herausforderung darstellen.

Als eine der schwierigsten gilt Mandarin-Chinesisch. Nicht nur die Tonsprache, bei der die Aussprache den Bedeutungsunterschied zwischen Wörtern ausmacht, stellt eine Hürde dar. Hinzu kommen mehr als 50.000 Schriftzeichen, von denen allein 3.000 bis 4.000 im Alltag verwendet werden. Das Erlernen der Schrift ist zeitaufwendig und erfordert viel Geduld.

Auch Japanisch ist für Deutsche besonders knifflig. Es nutzt drei verschiedene Schriftsysteme – Hiragana, Katakana und Kanji –, die alle unterschiedlich funktionieren. Dazu kommen komplexe Höflichkeitsformen und eine Grammatik, die der deutschen völlig widerspricht.

Arabisch verlangt nicht nur eine neue Schreibrichtung (von rechts nach links), sondern auch eine völlig fremde Aussprache mit Laute, die es im Deutschen nicht gibt. Die Verwandtschaft von Wurzeln und Mustern im Wortschatz ist ungewohnt.

Weitere herausfordernde Sprachen sind Russisch (mit kyrillischem Alphabet), Polnisch (mit schwerer Aussprache und vielen Ausnahmen), Ungarisch (komplexe Grammatik und viele Fälle) und selbst Dänisch, dessen Aussprache selbst für andere Skandinavier oft unverständlich ist.

Die Schwierigkeit hängt natürlich immer vom Lernenden ab. Doch eines ist klar: Wer Mandarin, Japanisch oder Arabisch meistert, hat wirklich etwas erreicht.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen