Warum wird es Frühling?
Der Frühling kehrt jedes Jahr zurück – die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, und die Natur erwacht langsam aus ihrem Winterschlaf. Doch was verursacht diesen jährlichen Wechsel der Jahreszeiten?
Die Erde umkreist die Sonne nicht senkrecht stehend, sondern leicht geneigt. Diese Neigung der Erdachse bedeutet, dass die Nord- und Südhalbkugel abwechselnd mehr oder weniger direkt von der Sonne bestrahlt werden. Wenn die Nordhalbkugel – wo Deutschland liegt – zur Sonne hin geneigt ist, ist es Sommer. Wenn sie von der Sonne weggekippt ist, herrscht Winter.
Der Frühling entsteht genau in der Übergangsphase, wenn die Erde eine Position erreicht, in der weder die nördliche noch die südliche Halbkugel deutlich zur Sonne zeigt. Zu diesem Zeitpunkt sind Tag und Nacht fast gleich lang – ein Moment, der als Frühlingsanfang bekannt ist. Dieser Zeitpunkt fällt meist auf den 20. oder 21. März.In dieser Zeit erwärmt die Sonne die Erdoberfläche allmählich wieder stärker. Bäume treiben aus, Blumen blühen, und viele Tiere werden wieder aktiv. Der Frühling ist also kein Zufall, sondern ein präzises Ergebnis der Erdneigung und ihrer Bahn um die Sonne.
So wie der Herbst die sanfte Überraschung des Abkühlens ist, ist der Frühling die stille Rückkehr der Wärme – ein jährliches Versprechen, dass es nach der Kälte des Winters immer wieder neu beginnt.
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