Warum klappern Hunde mit den Zähnen?
Wer seinem Hund schon mal dabei zugesehen hat, wie er mit dem Maul zittert oder die Zähne regelrecht klappern lässt, kennt das merkwürdige Schauspiel: Der Blick wirkt abwesend, die Lippen zucken, und es sieht fast so aus, als würde er frieren – dabei geht es ihm gut. Doch was steckt dahinter?
Es ist oft kein Zeichen von Kälte oder Angst, sondern ein vollkommen normales Verhalten. Hunde nutzen dieses Zähneklappern, auch als „Flehmen“ bekannt, vor allem, um Gerüche besser wahrzunehmen. Dabei ziehen sie die Oberlippe hoch und öffnen leicht das Maul, sodass die Luft über eine spezielle Duftdrüse – das Jacobson-Organ – im Gaumen geleitet wird. Dieses Organ hilft ihnen, Duftstoffe, besonders aus Hormonen, extrem genau zu analysieren.
Am häufigsten beobachtet man dieses Verhalten bei Rüden, die eine läufige Hündin gewittert haben. Aber auch sonst nutzen Hunde das Zähneklappern, um ihre Umwelt besser zu „lesen“. Es ist ein Teil ihres natürlichen Kommunikationsrepertoires – stumm, aber aussagekräftig.
Manchmal kann Zittern aber auch auf Stress oder Erregung hinweisen. Wenn der Hund gleichzeitig angespannt wirkt, den Schwanz eingezogen hat oder sich unruhig verhält, lohnt es sich, die Situation zu entschärfen. Doch in den meisten Fällen ist das Zähneklappern völlig harmlos – einfach ein kleiner Moment, in dem der Hund seiner Nase vertraut.
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