Was bedeuten die Abkürzungen bei den Blutwerten?
Wenn Sie Ihren Laborbericht erhalten, stehen Ihnen oft nur Buchstabenkombinationen gegenüber – wie ALT, CRP oder HbA1c. Doch was steckt eigentlich dahinter? Blutwerte geben Ärztinnen und Ärzten wichtige Hinweise auf den Gesundheitszustand des Körpers. Eine Blutuntersuchung misst dabei nicht nur den allgemeinen Gesundheitsstatus, sondern kann auch frühzeitig auf Erkrankungen hinweisen.
So gehören beispielsweise ALT und AST zu den Leberwerten. Sind diese Werte erhöht, kann das auf eine Belastung oder Schädigung der Leber hinweisen. Auch Gamma-GT und AP (alkalische Phosphatase) geben Aufschluss über die Leber- und Gallenfunktion. Bei der Niere spielen Kreatinin und die GfR (Glomeruläre Filtrationsrate) eine zentrale Rolle: Sie zeigen, wie gut die Nieren Giftstoffe aus dem Blut filtern.
TSH, T3 und T4 sind Werte der Schilddrüse. Weichen sie vom Normbereich ab, kann das für eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion sprechen. Auch die Blutfettwerte sind wichtig: Chol steht für Cholesterin, aufgeschlüsselt in LDL-C (das „schlechte“) und HDL-C (das „gute“ Cholesterin), sowie TG für Triglyceride. Diese beeinflussen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Zum Blutzuckerspiegel gehören Glucose (aktueller Wert) und HbA1c (Durchschnittswert der letzten Wochen), besonders relevant bei Verdacht auf Diabetes. Und dann gibt da noch den CRP-Wert – ein sogenannter Entzündungsmarker. Ist er erhöht, deutet das auf eine Infektion oder Entzündung im Körper hin.
Die Abkürzungen wirken erst einmal verwirrend, doch mit etwas Hintergrundwissen lassen sie sich gut einordnen. Fragen Sie bei Unklarheiten aber immer Ihre Ärztin oder Ihren Arzt – sie oder er erklärt Ihnen die Werte gerne im Detail.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.