Warum sinkt die Körpertemperatur nachts?

Es ist ganz normal, dass die Körpertemperatur im Laufe des Tages schwankt. Morgens ist sie meist etwas niedriger, tagsüber steigt sie leicht an – und abends sinkt sie wieder, besonders beim Einschlafen. Bei vielen Menschen liegt sie dann bei etwa 36 Grad Celsius. Das ist kein Zeichen von Krankheit, sondern ein natürlicher Rhythmus des Körpers.

Ein Wert von 36 Grad ist also völlig normal, vor allem nachts. Erst wenn die Körpertemperatur unter 35 Grad fällt, spricht man von einer Unterkühlung – das ist selten und meist mit körperlicher Belastung, langer Kälteeinwirkung oder bestimmten Erkrankungen verbunden.

Interessant ist, dass einige Studien darauf hindeuten, dass Menschen mit einer etwas niedrigeren durchschnittlichen Körpertemperatur tendenziell eine längere Lebenserwartung haben könnten. Der Grund: Ein langsamerer Stoffwechsel könnte den Alterungsprozess verlangsamen. Doch das ist kein Grund, die eigene Temperatur ständig zu senken – der Körper regelt das meist von selbst.

Wichtig ist, auf ungewöhnliche Begleitsymptome zu achten: Fühlt man sich kraftlos, friert stark oder hat eine blassgraue Haut, sollte man besser einen Arzt konsultieren. Ansonsten ist ein Wert von 36 Grad, besonders nachts oder morgens, völlig unbedenklich – und Teil eines gesunden Rhythmus.

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