Wenn Berührungen unangenehm sind: Ursachen für fehlenden Körperkontakt
Einige Menschen empfinden eine Umarmung oder ein flüchtiges Schulterklopfen als etwas Angenehmes, während es bei anderen großes Unbehagen auslöst. Wenn jemand keinen Körperkontakt mag, bedeutet das keineswegs, dass diese Person unhöflich oder unnahbar ist. Das Abneigungsgefühl gegenüber Berührungen – im extremen Fall als Haphephobie bezeichnet – kann ganz unterschiedliche, tieferliegende Gründe haben.
Nicht immer steckt eine eigenständige Angststörung dahinter. Sehr häufig tritt die Berührungsangst als Begleitsymptom anderer körperlicher oder psychischer Erkrankungen auf. Bei neuropathischen Schmerzsyndromen etwa wird selbst eine sanfte Berührung als schmerzhaft wahrgenommen. Auch im Verlauf einer Migräne reagieren viele Betroffene extrem empfindlich auf Reize jeder Art. Zudem spielen psychologische Aspekte wie persönliche Entwicklung, individuelle Sinnesverarbeitung, Trauma oder Neurodivergenz eine wichtige Rolle dabei, wie körperliche Nähe erlebt wird.
Der Schlüssel im Umgang mit diesem Thema ist Respekt und Akzeptanz. Persönliche Grenzen beim Körperkontakt sollten niemals hinterfragt oder erzwungen werden, sondern als individuelles Bedürfnis gewahrt bleiben.
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