Was ist innere Kälte in der Traditionellen Chinesischen Medizin?

Immer kalte Hände, ein Gefühl von Kälte im Bauch oder eine grundsätzliche Empfindlichkeit gegen Kälte – das kann auf innere Kälte hinweisen, ein Begriff aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Anders als bei einer Erkältung geht es hier nicht um Viren, sondern um ein Ungleichgewicht im Körper.

In der TCM unterscheidet man zwischen zwei Arten: innere Fülle-Kälte und innere Leere-Kälte. Bei der Fülle-Kälte dringt äußere Kälte – etwa durch Zugluft oder zu kalte Ernährung – tief in den Körper vor und blockiert die Energiebahnen. Typisch sind dabei plötzliche Schmerzen, die sich bei Wärme bessern.

Ganz anders ist die Leere-Kälte: Hier liegt kein äußerer Einfluss vor, sondern ein Mangel an Yang-Energie, vor allem in Milz, Niere oder Lunge. Der Körper fehlt die Kraft, sich warmzuhalten. Betroffene fühlen sich oft müde, haben eine blasse Gesichtsfarbe, weichen Stuhl oder spüren eine ständige Kälte in der Lendengegend. Diese Form entwickelt sich meist langsam und bleibt oft lange unerkannt.

Die TCM behandelt beide Formen ganzheitlich – mit Akupunktur, wärmenden Kräutern wie Ingwer oder Zimt und Ernährungsumstellung. Wichtig ist, kalte Speisen wie Eis oder Rohkost zu meiden und stattdessen warme, gekochte Mahlzeiten zu bevorzugen.

Wer häufig unter Kältegefühl leidet, sollte nicht nur die Heizung hochdrehen – manchmal ist es der Körper, der nach mehr Wärme und Balance verlangt.

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