MCH und MCHC: Was bedeuten die Blutwerte?

Wenn bei einer Untersuchung ein Blutbild erstellt wird, tauchen häufig die Abkürzungen MCH und MCHC auf. Beide Parameter geben wichtige Hinweise auf die Beschaffenheit der roten Blutkörperchen, der sogenannten Erythrozyten, und helfen bei der Diagnose einer möglichen Blutarmut (Anämie).

Der MCH-Wert steht für die durchschnittliche Masse an Hämoglobin pro einzelnem roten Blutkörperchen. Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, der für den Transport von Sauerstoff im Körper verantwortlich ist. Ist dieser Wert zu niedrig, weist das häufig auf einen klassischen Eisenmangel hin. Ein erhöhter MCH-Wert kann dagegen auf einen Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure hindeuten.

Der MCHC-Wert beschreibt die mittlere Hämoglobinkonzentration in allen roten Blutkörperchen zusammen. Er wird direkt aus dem Verhältnis des Hämoglobinwerts zum Hämatokrit (dem Anteil der Zellbestandteile im Blut) berechnet. Der MCHC dient Medizinnern vor allem als Bestätigungswert, um fehlerhafte Messungen auszuschließen und bestimmte Formen von Anämien genauer zu unterscheiden.

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