Was bedeutet ein positives MRSA-Ergebnis?
Wenn ein Test auf MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) positiv ausfällt, bedeutet das zunächst, dass dieses spezifische Bakterium auf der Haut oder den Schleimhäuten nachgewiesen wurde. Häufig besiedelt der Keim den Nasen-Rachen-Raum, ohne jegliche Symptome oder Beschwerden zu verursachen. In einem solchen Fall spricht man von einer bloßen Besiedlung.
Gefährlich wird es, wenn das Bakterium über Wunden oder Katheter in den Körper gelangt. Vor allem bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann MRSA schwere Infektionen der Haut, der Lunge oder sogar eine Blutvergiftung auslösen. Der Erreger gilt als typischer Krankenhauskeim, da er sich dort leicht unter geschwächten Patienten verbreiten kann.
Das Hauptproblem bei einer Infektion ist die Widerstandsfähigkeit des Keims: MRSA ist gegen viele gängige Antibiotika resistent. Normale Medikamente wirken nicht mehr, weshalb Ärzte auf spezielle Reserveantibiotika zurückgreifen müssen. Um eine Ausbreitung zu verhindern, sind bei einem positiven Befund strenge Hygienemaßnahmen und oft eine gezielte Sanierung der Haut erforderlich.
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