Was bedeutet eine Tilgung von 1 % bei einem Immobilienkredit?

Wenn von einer Tilgung von 1 % die Rede ist, bedeutet das, dass im ersten Jahr der Baufinanzierung 1 % der Kreditsumme zurückgezahlt werden. Der Restbetrag setzt sich aus den Zinsen zusammen, die der Kreditgeber für die zur Verfügung gestellte Summe verlangt. Eine solch niedrige Tilgungsrate bedeutet jedoch, dass die Rückzahlung des Kredits sehr lange dauert – oft deutlich über 30 Jahre hinaus.

Warum ist das problematisch? Viele Kreditinstitute vergeben bei einer anfänglichen Tilgung unter 1 % gar keinen Kredit mehr. Der Grund: Die extrem lange Laufzeit birgt für die Bank ein zu hohes Risiko, besonders über mehrere Jahrzehnte hinweg. Zudem verliert die Immobilie mit der Zeit an Wert, was die Sicherheit für den Kreditgeber mindert.

Je höher der gewählte Tilgungssatz, desto schneller ist die Schuld zurückgezahlt. Wer beispielsweise mit 2 oder 3 % tilgt, reduziert seine Restschuld deutlich schneller und spart dadurch langfristig Zinskosten. Allerdings steigen dadurch auch die monatlichen Raten – ein Kompromiss zwischen Belastbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

Experten empfehlen oft eine anfängliche Tilgung von mindestens 2 %, um die Kreditlaufzeit im Rahmen zu halten und Zinsvergünstigungen von Banken zu nutzen. Besonders in Zeiten niedriger Zinsen lohnt es sich, über eine stärkere Tilgung nachzudenken – nicht nur, um schneller schuldenfrei zu sein, sondern auch, um am Ende weniger zu bezahlen.

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