Was bedeutet eine Tilgung von 2 Prozent?
Wenn von einer 2-Prozent-Tilgung gesprochen wird, bedeutet das, dass jährlich zwei Prozent des ursprünglichen Kreditbetrags zurückgezahlt werden. Diese Art der Rückzahlung ist besonders bei Immobilienfinanzierungen üblich, die oft als Annuitätendarlehen abgeschlossen werden. Bei einem solchen Darlehen bleibt die monatliche Rate über Jahre hinweg gleich hoch – sie setzt sich aus dem Zinsanteil und der Tilgung zusammen.
Ein Beispiel: Bei einem Kredit über 200.000 Euro beträgt die jährliche Tilgung bei 2 Prozent genau 4.000 Euro. Da sich die Tilgung auf die ursprüngliche Darlehenssumme bezieht, verringert sich der Zinsanteil im Laufe der Zeit, während der Tilgungsanteil gleich bleibt oder je nach Vereinbarung ansteigen kann. Dadurch sinkt die Restschuld kontinuierlich, und das Darlehen wird schrittweise abgebaut.
Warum genau 2 Prozent? Diese Zahl ist kein Gesetz, sondern eine Orientierungsgröße. In der Praxis empfehlen Experten oft eine höhere Tilgungsrate – etwa zwischen 3 und 5 Prozent – um die Kreditlaufzeit zu verkürzen und Zinszahlungen langfristig zu reduzieren. Bei niedrigen Zinsen lohnt sich eine stärkere Tilgung besonders, da so schneller Eigenkapital aufgebaut wird.
Wichtig ist: Die anfängliche Tilgung beeinflusst direkt die Dauer der Rückzahlung. Wer mit 2 Prozent tilgt, kann unter Umständen über 30 Jahre brauchen, bis der Kredit vollständig getilgt ist – vorausgesetzt, Zinsen und Raten bleiben unverändert.
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