Was bedeutet eine Tilgung von 2 %?

Wenn von einer Tilgung von 2 % die Rede ist, bedeutet das, dass jährlich zwei Prozent des ursprünglich aufgenommenen Darlehensbetrags zurückgezahlt werden. Besonders bei Immobilienkrediten ist das eine gängige Regelung. Meist wird ein sogenanntes Annuitätendarlehen abgeschlossen, bei dem die monatliche Rate über viele Jahre gleich bleibt. Diese Rate setzt sich aus zwei Teilen zusammen: den Zinsen und der Tilgung.

Am Anfang der Rückzahlung ist der Zinsanteil noch relativ hoch, während die Tilgung niedriger ist. Mit der Zeit verschiebt sich das Verhältnis – die Schuld wird Stück für Stück kleiner. Bei einer anfänglichen Tilgung von 2 % pro Jahr dauert es entsprechend lange, bis der Kredit vollständig getilgt ist. Bei einem Zinssatz von beispielsweise 3 % würde die Gesamtlaufzeit leicht über 30 Jahre betragen.

Ein Vorteil dieser Finanzierungsform ist die Planungssicherheit: Da die Raten gleich bleiben, kann man seine monatlichen Ausgaben besser kalkulieren. Allerdings zahlt man über die lange Laufzeit hinweg mehr Zinsen als bei einer höheren anfänglichen Tilgung. Wer finanziell flexibler ist, kann daher oft von einer höheren Anfangstilgung profitieren – das spart langfristig bares Geld.

Wichtig ist auch die Anpassung der Tilgung nach Ablauf der Zinsbindung. Dann entscheidet man neu, wie schnell man schuldenfrei werden möchte. Wer früh mit einer höheren Tilgung beginnt, verkürzt die Abhängigkeit von Kreditraten und baut sein Eigenheim schneller wirklich ab.

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