Was bleibt mir von einer 2200 € Rente?

Wenn Sie eine Bruttorente von 2200 € beziehen, fragen Sie sich zu Recht: Wie viel Geld habe ich am Ende wirklich zur Verfügung? Die Antwort hängt davon ab, ob Sie in West- oder Ostdeutschland leben, denn die Rentenanpassung erfolgt weiterhin getrennt nach Regionen.

Seit 2023 stieg die Rente in Westdeutschland um 4,38 %, im Osten sogar um 5,86 %. Bei einer Bruttorente von 2200 € bedeutet das: Im Westen erhalten Sie jetzt etwa 2300 €, im Osten sogar knapp 2329 €. Diese Werte ergeben sich aus der gestaffelten Anpassung – die etwas höher ausfällt als bei niedrigeren oder höheren Beträgen.

Doch das ist noch nicht der Betrag, der monatlich auf Ihrem Konto landet. Davon abgezogen werden müssen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, eventuell auch Steuern. Bei gesetzlicher Krankenversicherung bleiben Selbstzahlern meist etwa 7,3 % der Rente als Beitrag. Hinzu kommt ein zehntel Prozentpunkt für die Pflegezusatzversicherung. Bei 2300 € Rente macht das rund 170 € an Sozialabgaben – je nach Versicherungszweig und Zusatzbeitrag.

Unter dem Strich bleibt bei einer 2200 € Ausgangsrente also ein Netto-Betrag von etwa 2100 bis 2130 €, abhängig von Wohnort, Krankenkasse und Steuerklasse. Wer keine Lohnsteuer zahlt, weil er unter dem Freibetrag bleibt, kann sogar etwas mehr behalten.

Die gute Nachricht: Die Rentensteigerung 2023 hat besonders niedrige und mittlere Einkommen gestärkt. Und mit jedem Jahr wird die Rente etwas sicherer vor der Inflation geschützt – auch wenn der Spielraum begrenzt bleibt.

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