Fingerspitzengefühl bei Tisch: Wann Besteck überflüssig ist
In Restaurants gilt meist die Faustregel: Messer und Gabel sind Pflicht. Doch keine Regel ohne Ausnahme! Das klassische Knigge-Einmaleins erlaubt es durchaus, bei bestimmten Gerichten direkt mit den Händen zuzugreifen. Grundsätzlich gilt: Speisen, die sich mit dem Besteck nur mühsam, ungeschickt oder gar nicht unfallfrei zerlegen lassen, dürfen ganz offiziell mit den Fingern gegessen werden.
Zu den bekanntesten Kandidaten gehören vor allem saftige Burger, Knusprige Hühnerbeinchen und Spare Ribs. Doch auch in der feineren Küche gibt es klare Ausnahmen: Schalen- und Krustentiere wie Miesmuscheln, Krebse oder Garnelen werden traditionell von Hand geöffnet und geschält. Ebenso zupft man die einzelnen Blätter einer Artischocke mit den Fingern ab, um das zarte Fleisch an der Basis zu genießen.
Ein guter Orientierungspunkt im Restaurant: Wird zusammen mit dem Gericht eine kleine Schale mit lauwarmem Zitronenwasser oder ein feuchtes Tuch serviert, ist das das grüne Licht des Hauses – hier ist der Einsatz der Hände ausdrücklich erwünscht.
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