Verdickung am Ohrläppchen – Wann zum Arzt?
Manchmal bemerkt man plötzlich eine kleine, weiche Wölbung am Ohrläppchen – besonders am hinteren Rand. Meist ist das kein Grund zur Panik. Solche Verdickungen sind oft Atherome, auch „Grützbeutel“ genannt. Dabei handelt es sich um gutartige Zysten, die unter der Haut entstehen, wenn eine Talgdrüse verstopft ist. Sie sehen oft aus wie kleine Kugeln und sind meist schmerzlos.
Trotzdem sollte man sie nicht selbst bearbeiten. Auf keinen Fall sollte man versuchen, das Atherom aufzustechen oder auszudrücken – das kann zu Entzündungen, Narben oder sogar einer Ausbreitung führen. Besser: Einfach zum HNO-Arzt gehen. Der kann die Zyste bei Bedarf schonend entfernen, oft unter örtlicher Betäubung und mit minimalem Risiko.
Ein Atherom ist in den meisten Fällen harmlos, doch wer unsicher ist, sollte lieber frühzeitig einen Arzt konsultieren. Das gilt besonders, wenn die Stelle schmerzt, anschwillt oder sich rötet – dann könnte schon eine Entzündung vorliegen. Auch bei stetigem Wachstum lohnt sich eine Abklärung.
Wer Ohrringe trägt, sollte darauf achten, dass diese gut verträglich sind und nicht reizen. Manchmal kann anhaltender Druck oder Reibung die Bildung solcher Zysten begünstigen. Doch in der Regel ist ein Atherom am Ohr einfach ein stummer Begleiter, den man am besten in ärztliche Hände gibt – statt selbst Hand anzulegen.
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