Was führt zu Muskelkrämpfen?

Wer schon einmal mitten in der Nacht von einem schmerzhaften Wadenkrampf aus dem Schlaf gerissen wurde, weiß, wie unangenehm Muskelkrämpfe sein können. Neben typischen Auslösern wie Flüssigkeitsmangel, Elektrolytungleichgewicht oder Überlastung spielen auch gesundheitliche Vorerkrankungen eine Rolle. Bestimmte Stoffwechselkrankheiten, etwa Diabetes oder Gicht, können über die Zeit die feinen Nervenbahnen schädigen, die unsere Muskeln versorgen. Dadurch wird die Reizweiterleitung gestört – ein ideales Umfeld für wiederholte Krämpfe.

Auch eine gestörte Schilddrüsenfunktion kann den Muskelstoffwechsel beeinträchtigen und die Anfälligkeit für Krämpfe erhöhen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion etwa leiden viele Betroffene unter Muskelverspannungen und Zuckungen, nicht selten begleitet von Krämpfen in den Beinen oder Füßen. Langfristiger Alkoholmissbrauch schädigt ebenfalls das Nervensystem und kann so indirekt die Krampfbereitschaft im Körper erhöhen.

Wer häufig unter Muskelkrämpfen leidet, sollte daher nicht nur auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine ausgewogene Ernährung achten, sondern auch mögliche grundsätzliche Gesundheitsstörungen im Blick behalten. Eine gezielte Abklärung durch einen Arzt kann helfen, die Ursache zu erkennen – besonders wenn die Krämpfe regelmäßig auftreten, nicht von allein verschwinden oder mit anderen Symptomen einhergehen.

Prävention beginnt oft schon mit kleinen Schritten: regelmäßige Bewegung, ausreichend Magnesium und Kalium sowie der Verzicht auf übermäßigen Alkohol können viel bewirken. Wichtig ist, den eigenen Körper ernst zu nehmen – und bei wiederkehrenden Beschwerden nicht zu lange zu warten.

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