So viel kostet eine Immobilienschenkung beim Notar

Wenn eine Immobilie an Verwandte übergeben wird, ist ein notarieller Vertrag Pflicht. Die Kosten dafür sind gesetzlich geregelt und richten sich nach dem Wert der Immobilie. Grundlage ist das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Je höher der Schenkungswert, desto teurer wird der Notartermin.

Bei einer Immobilie im Wert von rund 200.000 Euro liegen die Notargebühren meist zwischen 1.500 und 2.000 Euro. Dazu kommen eventuell zusätzliche Auslagen wie Kosten für Beglaubigungen oder Briefe. Diese Gebühren entstehen unabhängig davon, ob es sich um ein Einfamilienhaus, eine Wohnung oder ein Grundstück handelt.

Wichtig zu wissen: Der Erste- und Zweiteingeschlagene, also meist Kinder oder Eltern, profitieren von einem niedrigeren Steuersatz. Dennoch sollten Schenkungen gut überlegt sein – nicht nur aus steuerlichen, sondern auch aus familiären Gründen.

Ein großer Vorteil: Wer früh schenkt, kann den Freibetrag von aktuell 400.000 Euro pro Kind nutzen und so Steuern sparen. Allerdings bleibt der Schenker oft wohnberechtigt – das sollte im Vertrag klar geregelt werden, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.

Tipp: Lassen Sie sich vom Notar frühzeitig beraten. So kennen Sie die Gesamtkosten von Anfang an und vermeiden böse Überraschungen. Eine Schenkung ist mehr als ein rechtlicher Akt – sie ist ein Vertrauensbeweis, der sorgfältig vorbereitet sein will.

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