Was gehört zu den liquiden Mitteln?
Wenn ein Unternehmen schnell Geld braucht, sind die liquiden Mittel die erste Anlaufstelle. Doch was zählt genau dazu?
Liquide Mittel sind jene Vermögenswerte, die sofort oder innerhalb kurzer Zeit zur Verfügung stehen, ohne dass ein großer Aufwand nötig ist. Dazu gehören in erster Linie der Kassenbestand, das Bankguthaben und eingereichte Schecks, die bereits gutgeschrieben sind oder kurz davorstehen. Diese Werte gelten als „hartes“ Geld – sie können sofort für Zahlungen verwendet werden.
Manchmal werden auch kurzfristige Wertpapiere dazugerechnet, besonders wenn sie leicht und schnell in Bargeld umgewandelt werden können – zum Beispiel Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit. Wichtig ist: Sie müssen sich nahezu wertstabil verhalten und rasch liquide gemacht werden können.
Keine liquiden Mittel sind hingegen Waren- und Lagerbestände oder offene Forderungen. Obwohl sie Teil des Umlaufvermögens sind, können sie nicht sofort als Geld verwendet werden. Lager muss erst verkauft, Forderungen erst eingezogen werden – und obendrein besteht das Risiko, dass sie nicht vollständig bezahlt werden.
Ein gesundes Unternehmen führt daher immer einen engen Blick auf seine liquiden Mittel. Sie zeigen, wie sicher das Unternehmen seine kurzfristigen Verpflichtungen – wie Rechnungen oder Lohnzahlungen – begleichen kann, selbst wenn unvorhergesehene Ausgaben anfallen.
Die Berechnung ist einfach: Summiere Kasse, Bank und sofort verfügbare Guthaben. Das Ergebnis ist deine finanzielle Pufferzone – und ein wichtiger Indikator für finanzielle Stabilität.
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