Der Geist der Traube: Was Grappa so besonders macht

Wenn nach einem feinen Essen in Italien die Karte für Tresterbrände gereicht wird, fällt ein Name garantiert: Grappa. Doch was genau steckt hinter diesem traditionsreichen Digestif? Grappa ist eine ausschließlich italienische Spirituose, deren Herkunft geschützt ist. Eine besondere Rolle bei der Herstellung spielt die Region Südtirol, wo meisterhafte Destillateure das Handwerk seit Generationen pflegen und verfeinern.

Das Geheimnis des Grappas liegt in seiner speziellen Rohstoffquelle: Er entsteht durch die direkte Destillation von Trester. Dabei handelt es sich um die festen Pressrückstände der Weintrauben – sprich die Schalen und Kerne –, die nach dem Keltern vom Traubenmost oder Wein getrennt werden. Anstatt diese aromatischen Rückstände ungenutzt zu lassen, fangen die Brenner das volle Fruchtaroma darin ein. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass der Alkoholgehalt bei der Destillation den Wert von 86 % vol. nicht übersteigen darf, damit der charakteristische Geschmack der Traube erhalten bleibt.

Ob jung und klar serviert oder nach langer Reifung im Holzfass mit milder Vanillenote: Ein guter Grappa fängt die Seele der jeweiligen Rebsorte perfekt ein und bildet den krönenden Abschluss eines guten Essens.

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