Kann man Beileid per E-Mail aussprechen?

Die Frage, ob man Beileid per E-Mail zum Ausdruck bringen darf, beschäftigt viele – besonders am Arbeitsplatz. Die klare Antwort lautet: Ja, das kann man. Gerade wenn ein Kollege oder eine Kollegin einen engen Angehörigen verloren hat, ist es wichtig, seine Anteilnahme zu zeigen – auch digital.

Wichtig ist jedoch, dass die Nachricht persönlich und aufrichtig wirkt. Eine kurze, standardisierte Floskel wie „Herzliches Beileid“ genügt nicht. Besser ist es, ein paar individuelle Zeilen zu schreiben: Erinnern Sie sich an ein gemeinsames Erlebnis, erwähnen Sie die Stärke des Verstorbenen oder drücken Sie aus, wie sehr Sie den Schmerz nachempfinden können. So wirkt die Nachricht menschlich und nicht wie eine Pflichtübung.

Eine E-Mail ist besonders dann angemessen, wenn man den Trauernden nicht täglich trifft oder gerade im Homeoffice ist. Sie ersetzt zwar nicht einen mündlichen Zuspruch oder gar einen Besuch, aber sie zeigt: Ich denke an dich.

Wenn der Verstorbene Teil des Teams war oder der Verlust das gesamte Kollegium betroffen hat, kann eine gemeinsame Kondolenz von mehreren Kollegen sinnvoll sein. Dann sollte aber darauf geachtet werden, dass die Nachricht nicht zu unpersönlich wird. Ein handsigniertes Kondolenzschreiben oder eine gemeinsame Spende in Erinnerung an die verstorbene Person können eine gute Geste sein.

Letztlich zählt die Echtheit. Ob handschriftlich, per Post oder per E-Mail – was von Herzen kommt, wird auch im Herzen ankommen.

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