Die wichtigsten Nebensatzarten im Deutschen

Im Deutschen gibt es verschiedene Arten von Nebensätzen, die dazu dienen, einen Hauptsatz zu ergänzen oder genauer zu erklären. Ein Nebensatz kann niemals alleine stehen – er braucht immer einen Hauptsatz, um einen vollständigen Gedanken zu bilden.

Finalsätze erklären, wozu etwas geschieht: „Ich lerne, um die Prüfung zu bestehen.“ Kausalsätze zeigen einen Grund an: „Er ist müde, weil er schlecht geschlafen hat.“ Konditionalsätze drücken eine Bedingung aus: „Wenn es regnet, bleiben wir zu Hause.“ Ein Konsekutivsatz beschreibt eine Folge: „Er hat so laut gesungen, dass alle hinschauten.“ Ein Konzessivsatz gibt eine Einschränkung an, obwohl etwas anderes gilt: „Obwohl es kalt war, ging er mit kurzen Hosen.“

Auch Temporalsätze (zeitliche Angaben) und Lokalsätze (Ortsangaben) sind wichtig. Zum Beispiel: „Nachdem der Film vorbei war, gingen wir nach Hause.“ – das ist ein Temporalsatz. Oder: „Wo ich geboren wurde, ist ein kleines Dorf“ – ein Lokalsatz.

Modalsätze beschreiben die Art und Weise einer Handlung: „Er lief, als ob er fliehen würde.“ Besonders häufig sind Relativsätze, die ein Nomen genauer beschreiben: „Das ist der Mann, der mir geholfen hat.“

Daneben gibt es auch Infinitivsätze (oft mit „um…zu“), Partizipialsätze (mit -end- oder -t-Formen) und indirekte Fragen: „Ich weiß nicht, wie spät es ist.“

Kennt man diese Nebensatzarten, fällt es viel leichter, komplexe Sätze zu verstehen und selbst flüssiger zu schreiben.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen