3 % Zinsen: Was das bedeutet und wo sie möglich sind

Wenn von „3 % Zinsen“ die Rede ist, geht es meist um die Verzinsung von Geld, das auf einem Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto angelegt wird. Das bedeutet: Für jeden eingezahlten 100 Euro zahlt die Bank jährlich drei Euro Zinsen. Klingt nicht viel? Doch bei größeren Beträgen macht sich das bemerkbar. Bei 10.000 Euro Guthaben sind das zum Beispiel 300 Euro pro Jahr – ohne Risiko und mit täglicher Verfügbarkeit.

Die Zeiten haben sich geändert. Nach Jahren mit fast null Prozent Zinsen kehrt die Attraktivität von Tagesgeld langsam zurück. Grund dafür ist die Zinswende, ausgelöst durch die Europäische Zentralbank (EZB). Um die Inflation einzudämmen, wurden die Leitzinsen angehoben – und Banken reichen diese nun teilweise an Kund:innen weiter. Vor allem für Neukund:innen locken einige Institute mit Angeboten von 3,00 Prozent und mehr. Einzelne gehen sogar noch weiter und bieten über 4,00 Prozent – wenn auch oft nur für begrenzte Zeit oder mit bestimmten Bedingungen.

Wer aktuell sein Geld gewinnbringend anlegen will, sollte daher einen Vergleich nicht scheuen. Die genauen Zinssätze unterscheiden sich je nach Bank, Laufzeit und Konditionen. Auch die Einlagensicherung bleibt ein wichtiges Thema: In der Regel sind bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank abgesichert.

Trotz der steigenden Zinsen lohnt sich eine gesunde Portion Vorsicht. Die Angebote ändern sich schnell, oft gelten sie nur für Neukund:innen oder nur die ersten Monate. Wer langfristig profitieren will, sollte genau hinschauen – und nicht nur auf die große Ziffer hinter dem Prozentzeichen vertrauen.

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