Was sind Schlutzkrapfen?

Der Name Schlutzkrapfen klingt vielleicht etwas ungewöhnlich für Nicht-Deutschsprecher, doch er bezeichnet ein leckeres Traditionengericht aus Südtirol, Tirol und den umliegenden Regionen. Auf Englisch gibt es dafür keine direkte Übersetzung – stattdessen bleibt oft einfach der regionale Name oder man beschreibt sie als „stuffed pasta“ oder „filled dumplings“. Genau wie Ravioli oder die slawischen Pierogi handelt es sich bei Schlutzkrapfen um halbrunde, aus Nudelteig bestehende Teigtaschen, die mit einer Füllung versehen sind.

Die italienische Bezeichnung dafür lautet Mezzelune, was wörtlich „Halbmonde“ bedeutet – ein Name, der ihrem typischen Format perfekt gerecht wird. In den ladinischsprachigen Gebieten der Alpen nennt man sie Crafuncins oder Cajincì, was ähnliche Formen hat und die lokale Kultur widerspiegelt. Die Füllung besteht meist aus einer Mischung aus Spinat, Ricotta, Hartkäse und manchmal Kartoffeln oder Kraut – herzhaft, einfach und doch sehr geschmackvoll.

Gekocht werden die Schlutzkrapfen meist in Salzwasser und anschließend in Butter gebraten, oft mit gerösteten Zwiebeln oder geriebenem Käse serviert. Sie sind ein typisches Wintergericht, das auf vielen Speisekarten der Region von November bis März zu finden ist. Ob man sie nun Schlutzkrapfen, Mezzelune oder Crafuncins nennt – eines ist sicher: Diese halbrunden Köstlichkeiten verbinden Geschichte, Kultur und Geschmack auf besonders charmante Weise.

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