Paracetamol oder Ibuprofen – Wann welches Mittel?

Bei Schmerzen oder Fieber stellt sich oft die Frage: Paracetamol oder lieber Ibuprofen? Beide sind weit verbreitet, doch sie wirken unterschiedlich und eignen sich je nach Beschwerde besser oder schlechter.

Bei Regelschmerzen hat Ibuprofen die Nase vorn. Es gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen entzündungshemmenden Medikamente (NSAR) und wirkt direkt gegen Entzündungen und Schmerzen. Bei krampfartigen Beschwerden während der Periode kann es besonders effektiv sein, weil es die Produktion bestimmter körpereigener Stoffe hemmt, die für die Schmerzen verantwortlich sind. Paracetimedikamente hingegen wirken vor allem schmerz- und fiebersenkend, aber kaum entzündungshemmend – daher ist Ibuprofen hier oft die bessere Wahl.

Auch bei Kindern über zwei Jahren zeigt sich: Ibuprofen kann etwas schneller und stärker gegen Fieber und Schmerzen helfen. Es gilt als sicher und gut verträglich, wenn es entsprechend der Dosierung gegeben wird. Bei Säuglingen unter zwei Jahren hingegen wird oft Paracetamol bevorzugt, da es in dieser Altersgruppe längerer erprobt ist.

Wichtig ist jedoch: Beide Mittel sollten nur dosisgerecht und nicht über lange Zeit ohne ärztlichen Rat eingenommen werden. Wer unter Magenproblemen leidet, sollte Ibuprofen mit Vorsicht nutzen, da es die Magenschleimhaut reizen kann. Paracetamol belastet hingegen bei falscher Dosierung die Leber.

Letztlich hängt die Wahl des Mittels von der Art der Beschwerde, dem Alter und der individuellen Verträglichkeit ab. Bei Unsicherheit ist es ratsam, Apotheker oder Arzt zu fragen.

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