Wie laut ist Techno – und was das mit deinen Ohren macht

Wer schon einmal in einem Berliner Techno-Club die Nacht durchgetanzt hat, kennt das Gefühl: Der Bass geht durch den Körper, die Musik dröhnt im Kopf – und beim Verlassen des Clubs klingelt es noch stundenlang in den Ohren. Doch was viele nicht wissen: Diese Lautstärke ist nicht nur intensiv, sie kann auch gefährlich sein.

Studien des Landesamtes für Gesundheit und Soziales in Berlin zeigen, dass der Schallpegel auf der Tanzfläche regelmäßig zwischen 92 und 110 dB(A) liegt. In unmittelbarer Nähe zu den Lautsprechern werden oft sogar Werte von über 120 dB(A) gemessen – das entspricht in etwa dem Lärm eines startenden Jets. Solche Pegel wirken sich direkt auf das Innenohr aus.

Wiederholter Besuch lauter Clubs kann zu dauerhaften Hörschäden führen, vor allem wenn kein Gehörschutz getragen wird. Die empfindlichen Haarzellen im Innenohr regenerieren sich nicht – ist der Schaden einmal da, bleibt er für immer. Tinnitus oder ein vermindertes Hörvermögen im Alltag sind oft die Folge.

Dabei muss niemand auf Techno verzichten. Einfache Ohrstöpsel für Musiker oder speziellen Konzertschutz reduzieren die Lautstärke, ohne die Klangqualität zu verfälschen. Viele Clubgänger nutzen sie längst – leiser tanzen, aber trotzdem alles fühlen. Wer die Nacht genießen will, tut sich selbst einen Gefallen: Ohren schützen, damit der Sound auch in zehn Jahren noch so intensiv wirkt wie heute.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen