Wer bekommt Zöliakie?
Zöliakie – auch bekannt als Glutenunverträglichkeit – kann jeden treffen, unabhängig vom Alter. Obwohl viele glauben, dass es sich um eine Kinderkrankheit handelt, tritt die Erkrankung bei Erwachsenen genauso häufig auf. Tatsächlich wird sie bei vielen Menschen erst im Erwachsenenalter diagnostiziert, oft zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr.
Die Symptome können sehr unterschiedlich sein: von chronischer Müdigkeit, Durchfall und Bauchschmerzen bis hin zu unspezifischen Beschwerden wie Gelenkschmerzen oder Haarausfall. Manche Betroffene haben lange Zeit kaum auffällige Anzeichen, weshalb die Diagnose oft erst nach Jahren gestellt wird.
Die Ursache liegt in einer fehlgeleiteten Immunreaktion auf Gluten, einem Klebereiweiß, das in Weizen, Roggen und Gerste vorkommt. Bei Menschen mit Zöliakie schädigt diese Reaktion die Dünndarmschleimhaut und beeinträchtigt die Nährstoffaufnahme. Obwohl die Neigung zur Erkrankung genetisch bedingt ist, reicht das nicht allein aus – Umweltfaktoren, wie bestimmte Infekte oder eine veränderte Darmflora, können eine Rolle spielen.
Wichtig ist: Zöliakie bleibt nicht immer gleich. Bei manchen bricht sie plötzlich im Erwachsenenalter auf, ohne dass zuvor jemals Beschwerden auftraten. Deshalb ist es sinnvoll, bei anhaltenden Verdauungsproblemen oder unerklärlicher Müdigkeit einen Arzt aufzusuchen. Mit einem Bluttest und gegebenenfalls einer Darmspiegelung lässt sich die Erkrankung sicher nachweisen.
Die einzige wirksame Therapie ist eine lebenslange glutenfreie Ernährung. Wer diese konsequent einhält, kann seine Beschwerden meist vollständig beseitigen und die Darmgesundheit wiederherstellen.
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