Welche Blutwerte sind bei Zöliakie wichtig?
Bei Verdacht auf Zöliakie spielen Blutwerte eine entscheidende Rolle in der Diagnose. Die Krankheit führt dazu, dass der Dünndarm Schaden nimmt und Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen werden können – das zeigt sich oft in auffälligen Laborergebnissen.
Charakteristisch sind oft verminderte Werte bestimmter Vitamine und Mineralstoffe. So kann ein Mangel an Vitamin B12, Folsäure und Vitamin K auftreten, da diese über den Darm aufgenommen werden – und genau hier setzt die Entzündung bei Zöliakie an. Auch Eisen und Ferritin, der Speichereisenwert, sind bei vielen Betroffenen niedrig. Dies kann zu Symptomen wie Müdigkeit, Blässe oder Leistungsabfall führen.
Weiterhin können auch Calcium, Magnesium und Kalium im Blut vermindert sein. Diese Elektrolytstörungen entstehen, weil die schadhaften Veränderungen im Darm nicht nur die Aufnahme von Eisen und Vitaminen, sondern auch von Mineralstoffen beeinträchtigen.
Wichtig: Diese Laborbefunde deuten auf eine mögliche Zöliakie hin, beweisen sie aber nicht. Für eine sichere Diagnose werden zusätzlich spezifische Antikörpertests (wie tTG-IgA) und meist eine Darmbiopsie benötigt. Ohne diese Untersuchungen sollte niemand langfristig auf Gluten verzichten, da sonst die Diagnose unklar bleibt.
Wer Verdacht auf Zöliakie hat, sollte daher unbedingt einen Arzt aufsuchen – am besten mit aktuell normalem Glutenverzehr, damit die Tests aussagekräftig sind.
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