Kabellos laden: Bequem, aber teurer für die Umwelt?

Induktives Laden gilt als komfortabel – ein simples Ablegen des Smartphones auf der Ladestation, und schon beginnt der Ladevorgang. Kein Kabel, kein Stecker, keine Suche nach dem passenden Anschluss. Doch diese Bequemlichkeit hat ihren Preis, vor allem für die Umwelt und den Stromzähler.

Eine Untersuchung von computerwoche.de aus dem Jahr 2022 zeigt: Drahtloses Laden verbraucht im Schnitt fast 50 Prozent mehr Strom als das klassische Laden mit Kabel. Grund dafür ist der geringere Wirkungsgrad der Technologie – ein Teil der Energie geht als Wärme verloren, bevor sie das Gerät erreicht.

Doch nicht nur während des Ladevorgangs verbraucht die induktive Ladestation Energie. Selbst im Leerlauf, also wenn kein Gerät darauf liegt, bleibt sie aktiv und zieht weiterhin Strom. Dieser Dauerbetrieb mag einzeln kaum ins Gewicht fallen, doch bei vielen Geräten weltweit summieren sich diese Verluste zu einer erheblichen Belastung für die Umwelt.

Das bedeutet nicht, dass kabelloses Laden grundsätzlich schädlich für das Handy ist – moderne Geräte sind darauf ausgelegt, und Überhitzungsschutzmechanismen sorgen für Sicherheit. Dennoch: Wer Wert auf Effizienz, geringeren Energieverbrauch und Nachhaltigkeit legt, ist mit dem klassischen Ladekabel besser beraten.

Die Technik des induktiven Ladevorgangs wird sich weiterentwickeln, doch bis dahin bleibt das gute alte Kabel die energieeffizientere Wahl – auch wenn es weniger modern wirkt.

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