Was macht Relativsätze so besonders?

Relativsätze sind eine elegante Möglichkeit, Sätze miteinander zu verbinden und dabei den Text flüssiger klingen zu lassen. Statt zwei kurze, abgehackte Aussagen zu machen, fügt man sie mit einem Relativsatz geschickt zusammen. Zum Beispiel: „Das ist der Hund. Der Hund bellt laut.“ Klingt etwas holprig, oder? Besser: „Das ist der Hund, der laut bellt“ – schon wirkt der Satz natürlicher.

Ein Relativsatz ist immer an ein Bezugswort gebunden – meist ein Nomen oder ein Pronomen wie „der“, „die“, „das“ oder „wer“. Direkt hinter diesem Bezugswort steht der Relativsatz, der zusätzliche Informationen liefert. Dabei richtet sich die Form des Relativpronomens nach Geschlecht, Zahl und Fall des Bezugsworts. Heißt es etwa „die Blume, die blüht“, dann passt sich „die“ dem femininen Singular im Nominativ an.

Interessant ist, dass Relativsätze in Haupt- oder Nebensätzen stehen können, aber fast immer direkt nach dem Bezugswort kommen. Der Satzbau im Relativsatz folgt dem typischen Nebensatzmuster: Das Verb wandert ans Ende. „Ich kenne den Mann, den ich gestern gesehen habe“ – hier steht „habe gesehen“ am Schluss, wie in jedem Nebensatz.

Ob in der Umgangssprache oder in geschriebenen Texten – Relativsätze machen die Sprache abwechslungsreicher und präziser. Wer sie richtig einsetzt, wirkt nicht nur sprachlich sicherer, sondern vermeidet auch monotone Satzstrukturen. Ein kleines Stilmittel mit großer Wirkung.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen