Was hilft bei Scheidentrockenheit?
Störungen wie Scheidentrockenheit betreffen viele Frauen, besonders in den Wechseljahren. Häufig ist ein Mangel an Östrogen die Ursache – dieses Hormon spielt eine wichtige Rolle für die natürliche Feuchtigkeit und Elastizität der Scheidenwände. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, kann es zu Trockenheit, Juckreiz oder Unbehagen beim Geschlechtsverkehr kommen.
Ein bewährtes Mittel gegen diese Beschwerden ist die lokale Anwendung von Östrogen, das direkt an der betroffenen Stelle wirkt. Dazu gibt es spezielle Präparate wie Östrogentabletten, Zäpfchen oder Cremes, die in die Scheide eingeführt werden. Besonders Estriol hat sich hier bewährt, da es sanft wirkt und gut verträglich ist. Wichtig: Alle hormonhaltigen Produkte sind verschreibungspflichtig und sollten daher gemeinsam mit der Ärztin besprochen werden.
Die lokale Behandlung hat einen großen Vorteil: Weil das Hormon gezielt eingesetzt wird, gelangt nur eine geringe Menge in den Blutkreislauf. Dadurch bleiben mögliche Nebenwirkungen gering. Zusätzlich können reizfreie Intimpflege und feuchtigkeitsspendende Vaginalgels ohne Hormone Linderung bringen – besonders bei leichteren Formen der Trockenheit.
Ein praktischer Tipp: Verwenden Sie beim Anwenden der Creme oder Zäpfchen am besten Einweghandschuhe oder Fingerlinge, um Hygiene zu gewährleisten. Und achten Sie darauf, die Präparate regelmäßig anzuwenden, damit die Schleimhaut sich langfristig regenerieren kann.
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