Die Wurzel des Wortes „kaputt“
Wenn etwas „kaputt“ ist, denken wir oft an einen Gegenstand, der nicht mehr funktioniert – ein zerbrochenes Glas, ein defekter Stift oder eine kaputte Uhr. Doch woher kommt eigentlich das Wort „kaputt“ selbst? Die Antwort liegt nicht direkt im Deutschen, sondern verbindet sich überraschend mit dem englischen „broken“.
Das heutige deutsche „kaputt“ leitet sich vom italienischen capotto her – ursprünglich ein Begriff aus dem Kartenspiel, der eine klare Niederlage bedeutete. Über das Französische capot gelangte es ins Deutsche und veränderte im Laufe der Zeit seine Bedeutung: von einer völligen Niederlage hin zu einem Zustand des Zerbrochenen, Unfunktionierenden.
Allerdings spiegelt das englische „broken“ – aus dem Altnordischen und Altenglischen brocen oder brocken, Partizip Perfekt von break – viel genauer die ursprüngliche Vorstellung von „mit Gewalt geteilt, nicht mehr ganz“ wider. Auch im Deutschen erkennt man diese Bedeutung im Verb „brechen“ und dessen Partizip „gebrochen“, das eng mit dem Gefühl des Zerstörtseins verbunden ist – sei es ein Knochen, ein Herz oder ein Mechanismus.
Obwohl „kaputt“ heute alltäglich klingt, steckt in ihm eine Geschichte aus verschiedenen Sprachen und Bedeutungswandel. Und während „kaputt“ eher umgangssprachlich ist, bleibt „gebrochen“ die tiefere, präzisere Wahl, wenn es um das echte Grundwort für Zerstörung geht – nicht nur materiell, sondern auch emotional.
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