Der Plural von „Paradoxon“ – eine kleine sprachliche Herausforderung

Das Wort Paradoxon stammt aus dem Altgriechischen und hat sich längst im deutschen Sprachgebrauch etabliert – besonders, wenn von unlogischen oder widersprüchlichen Situationen die Rede ist. Doch wie lautet der richtige Plural? Viele zögern hier kurz, weil die Aussprache und Schreibung etwas fremd wirken können.

Die korrekte Pluralform ist Paradoxa. Wort für Wort lautet die Trennung: Pa-ra-do-xon (Singular) und Pa-ra-do-xa (Plural). Die Aussprache folgt dabei der lateinisierten griechischen Herkunft: [paraˈdoksõːn] im Singular und [paraˈdoksɑ] im Plural. Obwohl das „x“ im Deutschen oft hart klingt, wird es hier eher weich gesprochen, nahe an einem „ks“-Laut.

Interessant ist, dass viele Menschen im Alltag statt „Paradoxa“ oft „Paradoxien“ sagen – eine durchaus akzeptierte, aber eigentlich angepasste Form. Sprachlich gesehen, bleibt „Paradoxa“ aber die wissenschaftlich und grammatikalisch korrekte Mehrzahl. Man trifft sie häufig in Philosophie, Logik oder Physik, wo paradoxe Phänomene wie das Zwillingsparadoxon aus Einsteins Relativitätstheorie diskutiert werden.

Obwohl das Wort komplex klingt, ist seine Verwendung gar nicht so selten. Und wer einmal „Paradoxa“ im Satz verwendet, merkt schnell: Es fügt sich fast von selbst ein – besonders, wenn es um Gedanken geht, die den gesunden Menschenverstand auf die Probe stellen.

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