Was ist eigentlich „Schlaf“ in den Augen?
Fast jeder kennt es: Morgens nach dem Aufwachen klebt etwas in den Augenwinkeln – der sogenannte „Schlaf“. Doch was ist das eigentlich genau? Während des Tages blinzeln wir ständig, wodurch die Augen gleichmäßig mit Tränenflüssigkeit benetzt werden. In der Nacht hingegen bleibt das Augenlid geschlossen, der Lidschlag setzt aus.
Über Nacht sammelt sich die Tränenflüssigkeit am Rand der Augenlider. Der flüssige Anteil verdunstet nach und nach, während die festen Bestandteile zurückbleiben. Dazu gehören Salze, Eiweiße und natürliche Abbauprodukte, die sich aus der Augenoberfläche lösen. Hinzu kommen abgestorbene Hautzellen und winzige Staubpartikel, die sich im Laufe des Tages in der Augenregion ansammeln.
Dieses Gemisch aus auskristallisierten Tränenbestandteilen, Zellen und Schmutz wird dann morgens als klebriger „Sand“ in den Augenwinkeln spürbar. Bei manchen Menschen ist er kaum sichtbar, bei anderen etwas stärker ausgeprägt – besonders nach einer durchzechten Nacht oder bei trockener Raumluft.Im Grunde ist der Schlaf in den Augen also ein ganz natürlicher Reinigungsprozess des Körpers. Die Augen schützen sich so vor Keimen und sorgen dafür, dass sich keine schädlichen Substanzen ansammeln. Wer regelmäßig etwas „Sand“ im Auge hat, muss sich daher keine Sorgen machen – im Gegenteil: Es zeigt, dass die natürliche Reinigung funktioniert.
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