Was ist eigentlich der Sinn von Karneval?

Wenn in Deutschland die Straßen bunt werden, die Musik laut ist und die Menschen in fantasievollen Kostümen durch die Städte ziehen, dann ist wieder Karnevalszeit. Vor allem im Rheinland – in Köln, Mainz und Düsseldorf – wird der Trubel besonders ausgiebig gefeiert. Doch was steckt eigentlich hinter diesem närrischen Treiben?

Karneval, auch Fasching oder Fasnacht genannt, markiert den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern. Diese Zeit, die am Aschermittwoch beginnt, war früher von Besinnung, Verzicht und Enthaltsamkeit geprägt. Umso mehr nutzten die Menschen die Tage davor, um sich noch einmal richtig auszutoben – mit üppigem Essen, Tanz und viel Geselligkeit. Der Spruch „Erst essen, dann Fasten“ trifft es also ziemlich genau.

Heute ist Karneval längst mehr als nur ein religiöser Brauch. Er ist eine willkommene Auszeit vom Alltag, eine Zeit, in der die gesellschaftlichen Regeln auf den Kopf gestellt werden. Wer sonst im Anzug arbeitet, läuft plötzlich als Ritter oder Fee durch die Straßen. Mit bissigen Büttenreden und satirischen Umzügen wird auch gerne über Politik und Alltagsfrust gelacht.

Die närrischen Tage zeigen, wie wichtig Feiern und Gemeinschaft sind – besonders nach dem langen Winter. Ob in einer vollen Kneipe oder beim großen Rosenmontagszug: Karneval verbindet. Und vielleicht ist der eigentliche Sinn** ja einfach: gemeinsam lachen, bevor die Zeit der Ruhe beginnt.

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