Kurz gesagt
Eine Bestellung ist ein Angebot, das erst durch Annahme zum Vertrag wird. Ein Auftrag ist bereits eine verbindliche Vereinbarung über eine Dienstleistung.
Das Wichtigste
- Eine Bestellung ist rechtlich ein Angebot, kein Vertrag.
- Erst die Annahme der Bestellung macht einen Vertrag.
- Ein Auftrag ist eine verbindliche Leistungsvereinbarung.
- Aufträge betreffen oft Dienstleistungen, Bestellungen oft Waren.
- Gefälligkeiten sind rechtlich unverbindlich.
Eine Bestellung ist ein Angebot, das erst dann rechtlich bindet, wenn der Empfänger es annimmt. Ein Auftrag hingegen setzt bereits eine verbindliche Vereinbarung voraus, bei der eine Partei eine Leistung gegen Entgelt schuldet.
Bestellung als rechtliches Angebot
Wenn jemand eine Bestellung aufgibt, erklärt er rechtlich, einen Vertrag abschließen zu wollen. Das ist nach § 145 BGB ein Angebot. Der Händler kann dieses Angebot annehmen, ablehnen oder mit Änderungen erneut anbieten. Erst mit der Annahme entsteht eine verpflichtende Geschäftsbeziehung.
Das gilt besonders beim Onlinekauf: Der Klick auf „Kaufen“ ist die Bestellung, also das Angebot. Erst die Bestätigung durch den Verkäufer schließt den Kaufvertrag ab.
Auftrag als verbindliche Leistungsvereinbarung
Ein Auftrag liegt vor, wenn jemand beauftragt wird, eine konkrete Tätigkeit auszuführen – etwa einen Handwerker mit einer Reparatur oder einen Steuerberater mit der Erstellung der Steuererklärung. Hier entsteht unmittelbar eine vertragliche Verpflichtung beider Seiten.
Anders als bei einer reinen Gefälligkeit, bei der jemand ohne Gegenleistung hilft, schafft ein Auftrag Rechte und Pflichten. Der Auftraggeber muss zahlen, der Beauftragte hat die vereinbarte Leistung zu erbringen.
Häufige Fragen
Ist eine Bestellung rechtlich bindend?
Nein, eine Bestellung ist kein bindender Vertrag, sondern ein Angebot. Erst die Annahme durch den Empfänger macht sie rechtlich verbindlich.
Wann entsteht ein Auftrag?
Ein Auftrag entsteht, wenn beide Parteien einer Leistungsvereinbarung zustimmen. Dann entstehen gegenseitige Rechte und Pflichten.
Was ist der Unterschied zu einer Gefälligkeit?
Eine Gefälligkeit ist freiwillig und unentgeltlich. Sie schafft keine rechtlichen Ansprüche, im Gegensatz zu einem Auftrag.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.