Helau, Alaaf – was ist eigentlich der Unterschied?
Wer sich auf den Karneval in Deutschland freut, kennt die lauten, fröhlichen Rufe in den Straßen: „Helau“ und „Alaaf“. Doch was bedeuten diese Worte eigentlich, und wo sagt man was?
Der Ausruf „Alaaf“ ist vor allem in Köln, Bonn, Aachen und einigen Gebieten in Rheinland-Pfalz zu hören. Er gilt als der klassische Karnevalsgruß des rheinischen Karnevals und wird mit großem Stolz bei Umzügen und Sitzungen gerufen. Die Herkunft ist unklar, doch viele vermuten einen französischen oder hebräischen Ursprung – unwichtig, denn für die Jecken zählt das Gefühl: Lebensfreude, Ausgelassenheit und Gemeinschaft.
„Helau“ dagegen ist bundesweit bekannt und wird vor allem in anderen Karnevalsregionen wie Mainz oder Düsseldorf verwendet. Interessant ist jedoch ein kleiner, lokaler Widerschein: In der Gemeinde Swisttal-Dünstekoven, mitten im „Alaaf“-Gebiet, ruft man bewusst „Helau“. Warum? Weil man sich damit bewusst von den großen Nachbarstädten abgrenzen möchte – eine kleine, stolze Rebellion, die für Lokalstolz steht.
Übrigens: In einigen Gegenden heißt es auch „Breetlook“ oder „Wohoo“ – jeder Ort hat seinen eigenen Narrenruf. Doch egal ob „Helau“, „Alaaf“ oder ein anderer Ausruf – sie alle haben eines gemeinsam: Sie markieren den Beginn des närrischen Treibens, wenn die Welt für ein paar Tage auf den Kopf gestellt wird.
Am Ende zählt nicht, was man ruft, sondern dass man gemeinsam lacht.
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