Wie bildet man das Plusquamperfekt im Deutschen?
Im Deutschen gibt es mehrere Zeitformen, um über die Vergangenheit zu sprechen. Besonders wichtig sind dabei das Perfekt und das Plusquamperfekt. Während das Perfekt alltäglich für erledigte Handlungen verwendet wird – zum Beispiel „Ich habe gegessen“ –, braucht man das Plusquamperfekt, um etwas zu beschreiben, das schon vor einer anderen Vergangenheitsaktion abgeschlossen war.
Die Bildung ist eigentlich einfach: Man nimmt die Vergangenheitsform des Hilfsverbs haben oder sein – also „hatte“ oder „war“ – und fügt das Partizip II des Vollverbs hinzu. Ein Beispiel: „Nachdem ich gefrühstückt hatte, ging ich spazieren.“ Hier zeigt „hatte gefrühstückt“, dass das Frühstück vor dem Spaziergang stattfand.
Die Verwechslungsgefahr liegt manchmal in der Frage: „Habe gemacht hatte gemacht?“ Das klingt falsch – und ist es auch. Richtig ist: Ich hatte gemacht. Das Doppelte – also „habe hatte“ – gibt es nicht. Man entscheidet sich entweder für das Perfekt (ich habe gemacht) oder für das Plusquamperfekt (ich hatte gemacht), je nachdem, auf welchen Zeitpunkt man sich bezieht.
Ein Merksatz hilft: Was zuerst passiert ist, steht im Plusquamperfekt. Was danach kommt, steht oft im Präteritum oder Perfekt. So bleibt die zeitliche Reihenfolge klar. Wer also über vergangene Geschehnisse berichtet, sollte diese Form gut kennen – sie bringt Ordnung in die Geschichte.
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