Kann eine Kerze bei Minusgraden ausgehen?

Ja, durchaus. Besonders Outdoor-Kerzen können bei starken Kälteperioden und Frost Probleme bekommen – nicht nur, weil sie schwerer brennen, sondern auch, weil das Material Schaden nehmen kann.

Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt wird das Wachs spröde. Wenn dann noch schnelle Temperaturwechsel dazukommen – etwa an Herbst- oder Wintertagen, wenn es tagsüber taut und nachts wieder gefriert – entstehen oft feine Risse im Kerzenkörper. Solche Risse sind physikalisch bedingt und lassen sich kaum vermeiden. Sie können dazu führen, dass die Kerze ungleichmäßig abbrennt oder gar nicht richtig angezündet werden kann.

Interessant ist übrigens: Die Hersteller selbst warnen davor, Outdoorkerzen bei Temperaturen über 30 °C zu entzünden – aus Sicherheitsgründen. Aber auch im kalten Bereich hat die Kerze ihre Grenzen. Wer seine Kerze also im Freien aufbewahrt, sollte sie bei extremen Temperaturen lieber vor Kälte und Feuchtigkeit schützen oder vorübergehend ins Haus holen.

Ein Tipp aus der Praxis: Kerzen aus Bienenwachs oder speziell für den Außenbereich sind robuster – aber auch sie sind nicht immun gegen die Kräfte der Natur. Wer Kerzen draußen nutzt, sollte also nicht nur auf die aktuelle Wetterlage achten, sondern auch auf die Beschaffenheit der Kerze. Bei Rissen oder Verformungen ist Vorsicht geboten – sicher ist sicher.

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