Wann endet die Schule in den USA?
In den Vereinigten Staaten endet der reguläre Unterricht an den meisten Schulen bereits am frühen Nachmittag. Je nach Bundesstaat und Schule beginnt der Unterricht meist zwischen 7:10 und kurz vor 9 Uhr morgens und endet zwischen 14:10 und 15:30 Uhr. Das bedeutet, dass Schüler oft schon am frühen Nachmittag wieder zu Hause sind – im Vergleich zu vielen anderen Ländern ein eher kurzer Schultag.
Doch das heißt nicht, dass alle Kinder nach der Schule allein gelassen werden. Besonders in Haushalten, in denen beide Eltern arbeiten, ist die Betreuung nach der Unterrichtszeit wichtig. Deshalb bieten viele Schulen sogenannte „before-school“ und „after-school programs“ an. Diese betreuten Betreuungsmöglichkeiten ermöglichen es den Schülern, bereits früher in die Schule zu kommen oder länger zu bleiben, ohne unbeaufsichtigt zu sein.
Außerdem nutzen viele Schüler die Zeit nach der Schule für außerschulische Aktivitäten – Sport, Musik, Theater oder Nachhilfe. An vielen High Schools finden beispielsweise am Nachmittag Wettkämpfe, Proben oder Club-Treffen statt. Diese Angebote sind fester Bestandteil des schulischen Lebens und tragen dazu bei, dass die Schüler auch nach dem offiziellen Unterrichtsende beschäftigt sind.
Interessant ist auch der strukturelle Unterschied zu Deutschland: Die amerikanische Schule ist kein Ganztagssystem im europäischen Sinne. Dennoch bleibt viel Raum für Lernen, Entwicklung und Gemeinschaft – nur eben außerhalb des Klassenzimmers. So wird der Tag der Schüler in den USA oft erst nach dem offiziellen Schulschluss richtig aktiv.
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