Wann starb Jesus am Kreuz?

Der Tod Jesu am Kreuz ist eines der zentralen Ereignisse der christlichen Glaubensgeschichte. Laut den synoptischen Evangelien – Matthäus, Markus und Lukas – geschah sein Sterben um die „neunte Stunde“. In der damaligen Zeitrechnung entspricht dies etwa 15 Uhr nach heutiger Uhrzeit.

Zu diesem Moment ereigneten sich laut der Bibel bedeutsame Naturerscheinungen: Die Schrift berichtet von einer Finsternis über dem Land, die von der sechsten bis zur neunten Stunde währte – also von etwa 12 Uhr bis 15 Uhr. In dieser gespenstischen Dunkelheit spricht Jesus laut Markus „Eli, Eli, lama asabtani“ – „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ – bevor er seinen Geist aushaucht.

Der genaue Tag seines Sterbens wird traditionell auf den Freitag vor Ostern datiert, dem Karfreitag. Historisch fällt dies vermutlich auf den 3. April im Jahr 33 n. Chr., obwohl auch andere Datierungen wie 30 n. Chr. diskutiert werden. Die genaue Stunde unterstreicht für viele Gläubige die Symbolkraft des Geschehens – zur selben Zeit, zu der im Judentum die Passalämmer geschlachtet wurden, stirbt Jesus, der in der christlichen Lesart das „Lamm Gottes“ ist.

Die Erzählungen der Evangelien betonen nicht nur den Zeitpunkt, sondern auch die Tiefe des Leidens und die geistliche Bedeutung. Um 15 Uhr am Karfreitag gedenken viele Kirchengemeinden noch heute dieses Augenblicks in stille Andacht oder feierlichen Gottesdiensten.

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