Was bedeutet elastisches Angebot?

Stellen Sie sich vor, eine Firma produziert Fernsehgeräte, aber nicht alle Maschinen laufen zur vollen Kapazität. In solch einer Situation kann das Unternehmen die Menge relativ einfach erhöhen – und das bei gleichbleibenden Preisen. Genau dann spricht man von einem elastischen Angebot.

Die Angebotselastizität beschreibt, wie empfindlich das Angebot auf Preisänderungen reagiert. Bei einem vollkommen elastischen Angebot ändert sich die Menge stark, während der Preis konstant bleibt. Das ist besonders denkbar, wenn noch ungenutzte Kapazitäten vorhanden sind – etwa freie Produktionslinien oder freie Lagerflächen.

Ein solcher Zustand kommt in der Realität selten in reiner Form vor, hilft aber, wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen. In der Praxis bedeutet es: Solange die Kosten nicht steigen und die Nachfrage zunimmt, kann das Unternehmen mehr liefern, ohne den Preis erhöhen zu müssen.

Das Konzept spielt vor allem in der kurzen Frist eine Rolle, also wenn sich Unternehmen noch nicht grundlegend umstrukturieren müssen. Spätestens wenn alle Kapazitäten ausgeschöpft sind, wird das Angebot wieder weniger elastisch – dann müsste ein höherer Preis neue Investitionen rechtfertigen.

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