Was ist ein Magisterabschluss?

Der Magister ist ein akademischer Grad, der in Deutschland früher an Universitäten verliehen wurde – vor allem in geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern wie Germanistik, Geschichtswissenschaft oder Politikwissenschaft. Er entspricht in etwa dem heutigen Master-Abschluss und berechtigte zur Promotion, genau wie ein Master heute.

Früher dauerte ein Magisterstudium in der Regel neun Semester – also viereinhalb Jahre – und endete mit einer mündlichen Abschlussprüfung sowie oft einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit. Im Gegensatz zum Diplom, das vor allem in den Natur- und Ingenieurwissenschaften vergeben wurde, war der Magister besonders im geisteswissenschaftlichen Bereich der klassische Weg zum akademischen Abschluss.

Seit der Umstellung des europäischen Hochschulraums im Rahmen des Bologna-Prozesses in den 1990er und 2000er Jahren wurden die alten Magister- und Diplomstudiengänge in Deutschland jedoch weitgehend abgeschafft. Heute studieren die meisten an Universitäten zunächst drei bis vier Jahre für einen Bachelor und anschließend ein bis zwei Jahre für einen Master.

Obwohl der Magister als Studienmodell nicht mehr angeboten wird, tragen viele, die ihn erworben haben, den Titel noch heute im Namen. In Lebensläufen oder auf Visitenkarten findet man ihn daher immer wieder – als Zeichen einer klassischen akademischen Ausbildung. Auch international wird der Magister in der Regel als gleichwertig zum Master anerkannt, vor allem in Europa.

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