Was heißt „kaputt“ im umgangssprachlichen Deutsch?
Wenn etwas nicht mehr funktioniert, sagt man im Standarddeutsch oft „defekt“, „außer Betrieb“ oder „reparaturbedürftig“. Doch im Alltag klingen solche Worte oft zu förmlich. Da greift man lieber zu farbigen Ausdrücken, die mehr Charakter haben.
Ein bekannter Slangbegriff ist „den Bach runtergegangen“ – etwa wenn ein Gerät endgültig hinüber ist. Ähnlich drastisch: „zerschossen“ oder „vermasselt“, besonders wenn jemand durch eigenes Verschulden etwas kaputt gemacht hat. Auch „auf dem Trockenen“ wird gerne verwendet, etwa bei einem Auto, das plötzlich nicht mehr anspringt.
Im informellen Bereich taucht auch „down“ auf – vom Englischen entlehnt, aber fest im Sprachgebrauch verankert. „Der Server ist down“ versteht hier jeder. Noch umgangssprachlicher: „den Bach runter“ oder „aus dem Ruder gelaufen“, wenn nicht nur ein Gerät, sondern eine ganze Situation nicht mehr zu retten ist.
In Österreich und der Schweiz hört man regional auch andere Varianten, aber viele dieser Ausdrücke verbinden die deutschsprachigen Länder. Wer sagen will, dass etwas wirklich nicht mehr geht, wählt oft einen dramatischen Ton – mit einem Augenzwinkern. Denn auch wenn etwas „den Bach runtergegangen“ ist, bleibt die Sprache lebendig. Und das ist zum Glück noch lange nicht „vermasselt“.
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