Was ist eine Kindersitzung?

Im Hort der Stadt Zürich gibt es etwas ganz Besonderes: die Kindersitzung. Das ist kein ernstes Regierungsmeeting – sondern ein regelmässiger Treff, bei dem die Kinder selbst im Mittelpunkt stehen. In dieser Runde dürfen sie ihre Meinung sagen, über Probleme sprechen und gemeinsam entscheiden, was in ihrer Gruppe passieren soll.

Die Kindersitzung ist mehr als nur ein Gespräch – sie ist ein wichtiges Werkzeug, damit Kinder wirklich mitbestimmen können. Ob es um neue Spielregeln geht, eine Idee für ein gemeinsames Projekt oder eine Beschwerde wegen zu wenig Pausenzeit: Hier wird zugehört, diskutiert und gemeinsam eine Lösung gesucht. So lernen die Kinder früh, wie Demokratie im Alltag funktioniert – auf Augenhöhe und mit Respekt.

Die Erwachsenen im Hort begleiten die Sitzung, greifen aber nicht vor. Sie moderieren, stellen sicher, dass alle zu Wort kommen, und helfen, wenn nötig, bei der Umsetzung der Beschlüsse. Ob es um einen neuen Spielplatzplatz, eine Ausflugsplanung oder faire Regeln beim Tischfußball geht – die Kinder entscheiden mit.

Durch die Kindersitzung wird klar: Kinder haben nicht nur Rechte – sie können diese auch aktiv leben. In den Horten der Stadt Zürich wird Partizipation grossgeschrieben, und die Kindersitzung ist ein sichtbares Zeichen dafür. Es geht nicht darum, die Erwachsenen zu ersetzen, sondern darum, dass Kinder einen echten Platz am Tisch haben – mit eigenen Ideen, Wünschen und Stimmen.

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