Was ist eine Schlupfhorde?
Wenn Hühnereier im Brutkasten heranreifen, kommt ein entscheidender Moment: der 18. Tag. Zu diesem Zeitpunkt verlassen die Eier die sogenannte Wendevorrichtung, in der sie bislang regelmäßig gedreht wurden, um eine gleichmäßige Entwicklung des Embryos zu gewährleisten.
Fortan werden sie in eine Schlupfhorde umgesetzt. Dabei handelt es sich um einen speziellen Einschub im Brutkasten, dessen Boden aus einem engmaschigen Drahtgitter besteht. Dieses Gitter ist fein genug, um zu verhindern, dass die frisch geschlüpften Küken hindurchfallen – gleichzeitig kann Schmutz nach unten durchfallen, was für eine bessere Hygiene sorgt.
Die Umstellung auf die Schlupfhorde ist wichtig, denn ab jetzt brauchen die Küken beim Schlüpfen mehr Platz und freie Sicht. Zudem soll verhindert werden, dass sie mit restlichen Eierschalen oder Feuchtigkeit in Berührung kommen, was gesundheitliche Risiken bergen könnte. Die Luftzirkulation im Brutkasten wird durch diese Maßnahme ebenfalls verbessert.
Im letzten Drittel der Brutzeit, also ab dem 18. Tag, schlüpfen die Küken meist zwischen dem 20. und 21. Tag. Die Schlupfhorde bietet ihnen dann einen sicheren Raum, um sich nach dem anstrengenden Schlüpfprozess erst einmal zu sammeln, trocken zu werden und zu kräftigen, bevor sie in den Stall umziehen.
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