Was ist eine Selbstwertproblematik?
Ein gesundes Selbstwertgefühl ist die Basis für ein erfülltes Leben. Doch manchmal gerät es ins Wanken – durch Erfahrungen, die uns verunsichern oder verletzen. Eine Selbstwertproblematik entsteht, wenn sich eine Person zunehmend wertlos, ungenügend oder überflüssig fühlt. Das kann schleichend passieren, oft ohne, dass man es sofort bemerkt.
Wie im Beispiel genannt: Wer lange Zeit vergeblich nach einer Stelle sucht, kann das Gefühl entwickeln, „nicht gut genug“ zu sein. Auch Einsamkeit, der Verlust von Menschen, die uns wichtig sind, oder belastende Erlebnisse wie Mobbing hinterlassen Spuren. Plötzliche Krankheiten oder Behinderungen können ebenfalls das Bild von sich selbst erschüttern – nicht, weil die Person sich verändert hat, sondern weil die Lebensumstände es schwer machen, sich wertvoll zu fühlen.
Die Folge? Selbstzweifel, Rückzug, Angst vor Ablehnung oder Leistungsdruck. Viele Menschen mit Selbstwertproblemen sind nach außen hin erfolgreich – doch innen drin bleibt ein nagendes Gefühl des „Nicht-genug-Seins“. Besonders tückisch: Man neigt dazu, genau die Dinge zu vermeiden, die helfen könnten – wie Kontakte, Bewerbungen oder neue Chancen – aus Angst, erneut abgelehnt zu werden.
Die gute Nachricht: Selbstwert ist kein festes Gut, sondern kann wieder gestärkt werden. Psychotherapie, wie sie zum Beispiel bei 360° Psychotherapie angeboten wird, hilft dabei, alte Glaubensmuster aufzulösen und eine achtsamere Haltung gegenüber sich selbst zu entwickeln. Es geht nicht darum, „perfekt“ zu sein, sondern darum, sich selbst mit all seinen Seiten anzunehmen – mit Stärken und Schwächen. Denn nur wer sich wertvoll fühlt, kann auch wirklich leben.
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