Was ist gesünder: gekochte oder Bratkartoffeln?
Die Frage, ob gekochte Kartoffeln oder Bratkartoffeln gesünder sind, hat eine überraschende Antwort. Viele denken, dass Kochen die schonendste Methode ist – doch bei Kartoffeln sieht die Realität anders aus. Interessanterweise bleiben bei Bratkartoffeln mehr Vitamine erhalten als bei gekochten, besonders wenn diese vorher geschält wurden.
Beim Kochen von geschälten Kartoffeln gehen bis zu 16 Prozent des Vitamin C verloren, weil es wasserlöslich ist und in das Kochwasser übergeht. Noch mehr Vitamine verschwinden beim Dämpfen unter Druck – dort sind es bis zu 27 Prozent. Dagegen beträgt der Verlust beim Dünsten nur etwa sieben Prozent, was deutlich schonender ist.
Bratkartoffeln, besonders wenn sie aus vorgekochten Kartoffeln in der Pfanne zubereitet werden, verlieren weniger Vitamin C, weil kaum Wasser im Spiel ist. Das Vitamin bleibt in der Kartoffel, statt ins Wasser abzugehen. Wichtig ist jedoch: Werden die Kartoffeln zu heiß angebraten oder verbrennen sie, entstehen ungesunde Stoffe wie Acrylamid. Also: lieber bei mittlerer Hitze knusprig braten statt verbrennen.
Zudem enthalten Bratkartoffeln oft etwas Fett – das macht sie kalorienreicher als gekochte. Doch das Fett hilft, fettlösliche Nährstoffe besser aufzunehmen. Wer also ab und zu Bratkartoffeln isst und darauf achtet, nicht zu viel Öl zu verwenden, tut seiner Gesundheit keinen Abbruch.
Am Ende kommt es auf die Zubereitung an. Wer auf schonendes Garen achtet, viel Gemüse isst und abwechslungsreich kocht, hat schon viel richtig gemacht – egal ob mit Topf oder Pfanne.
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