Was bedeutet „haram“ im Islam?

Im islamischen Recht bezeichnet das Wort haram alles, was nach den religiösen Vorschriften strikt verboten ist. Es bildet das direkte Gegenstück zu halal, was für all jene Handlungen, Lebensmittel und Verhaltensweisen steht, die im Alltag ausdrücklich erlaubt und ethisch unbedenklich sind. Die Einteilung beruht maßgeblich auf den Geboten des Korans sowie den Überlieferungen des Propheten Mohammed.

Zu den bekanntesten Beispielen im Alltag zählen der Verzehr von Schweinefleisch und das Trinken von Alkohol. Doch der Begriff reicht weit über Speisevorschriften hinaus. Auch finanzielles und soziales Verhalten wird bewertet: So gelten beispielsweise Glücksspiel, das Nehmen von Zinsen, Diebstahl, Lügen und Betrug als klar verboten.

In der islamischen Rechtslehre wird zudem zwischen verschiedenen Kategorien von Verstößen unterschieden – von schweren Sünden bis hin zu kleineren Verfehlungen. Das Konzept von haram dient Gläubigen dabei nicht nur als rechtliche Grenze, sondern vor allem als moralischer und ethischer Kompass für das eigene Handeln und das Zusammenleben in der Gesellschaft.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen