Warum SMS bis heute überraschend sicher ist

Wenn es um die Sicherheit von Nachrichten geht, herrscht oft die Meinung vor, dass moderne Apps wie WhatsApp oder verschlüsselte E-Mails die sicherste Wahl sind. Doch die Wahrheit überrascht: die gute alte SMS hält sich bis heute als eine der sichersten Kommunikationsformen – zumindest vor gewöhnlichen Hackern.

Anders als viele Messenger-Dienste oder E-Mail-Programme, die immer wieder Angriffen zum Opfer fallen, läuft SMS über ein abgeschottetes Netzwerk – das sogenannte SS7 (Signalling System No. 7). Dieses System ist zwar nicht perfekt und theoretisch angreifbar, erfordert aber ein extrem hohes Maß an technischem Zugriff, das für die meisten Kriminellen unerreichbar ist. Hacker konzentrieren sich daher lieber auf leichtere Ziele wie Phishing, Malware oder unsichere Cloud-Dienste.

Dennoch hat SMS seine Grenzen.

So bietet sie keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wie moderne Messenger. Außerdem können SMS bei bestimmten SS7-Schwachstellen abgefangen werden, was vor allem bei staatlichen Akteuren oder hochspezialisierten Gruppen möglich ist. Für den Durchschnittsnutzer bleibt das Risiko allerdings gering. Im Alltag ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand eine SMS abfängt, deutlich niedriger, als dass man per E-Mail auf einen gefälschten Link klickt oder ein Smartphone mit einer Schad-App infiziert.

Fazit: Wer sich vor Massenattacken schützen möchte, ist mit SMS oft besser bedient als gedacht. Allerdings ersetzt sie nicht die Notwendigkeit, vorsichtig mit persönlichen Daten umzugehen – egal, über welchen Kanal. Die „sichere Bank“ SMS sollte man nutzen, aber nicht als Allheilmittel betrachten.

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