Herzschlag im Ohr: Wann es normal ist
Manchmal, besonders in ruhigen Momenten oder wenn man im Bett liegt, glaubt man plötzlich, den eigenen Herzschlag im Ohr zu hören. Dieses Phänomen ist für viele zunächst beunruhigend – doch in den meisten Fällen ist es harmlos.
Was viele nicht wissen: Dieser pulsierende Laut im Ohr hat einen Namen – pulssynchroner Tinnitus. Im Gegensatz zu anderen Formen von Tinnitus, bei denen nur der Betroffene etwas hört, handelt es sich hier um einen sogenannten objektiven Tinnitus. Das bedeutet: Der Ton entsteht tatsächlich durch körperliche Vorgänge, vor allem durch den Blutfluss in den Gefäßen nahe dem Innenohr. Bei jedem Herzschlag ändert sich der Blutdruck in diesen Adern – und das kann als leises Pochen wahrgenommen werden.
Besonders in liegender Position wird dieser Effekt häufiger spürbar, da der Druck im Körper sich verändert und die Blutzirkulation im Kopfbereich empfindlicher wahrzunehmen ist. Ängste, Anspannung oder hoher Blutdruck können das Erleben verstärken.
In den meisten Fällen ist das kein Grund zur Sorge – besonders wenn es nur gelegentlich auftritt und keine weiteren Symptome wie Schwindel oder Hörverlust begleiten. Dennoch: Wer regelmäßig oder stark pulsierende Geräusche im Ohr wahrnimmt, sollte einen Arzt aufsuchen. Eine Abklärung kann sicherstellen, dass keine zugrundeliegende Erkrankung vorliegt, etwa eine Gefäßveränderung oder Bluthochdruck.
Werden die Geräusche zur Belastung, kann bereits die Beruhigung des Körpers – durch Entspannung, ausreichend Schlaf und reduzierten Koffingenuss – helfen. Manchmal reicht es schon, den Kopf etwas höher zu lagern, um den Druck im Ohrbereich zu verringern.
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